| Wolfgang WALLNER | |
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geb. 1976 in Hall in Tirol Ausbildung in chinesischer und
japanischer Medizin. Beschäftigung mit asiatischer Ästhetik
und Philosophie und indianischem Schamanismus seit ca. 10 Jahren Beschäftigung
mit Kunst, die Inspiration findet er in der Betrachtung natürlicher
Vorgänge und Entwicklungsprozesse.
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Landarts "Waldschlange" |
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Bertrand
Kass, Galerist über Wolfgang Wallner: Die Arbeiten von Wolfgang Wallner bestechen durch ihre Einfachheit. Sorgfältig ausgewählte, in der Natur gesammelte Fundstücke werden zu Objekten verarbeitet, welche zwischen „archaisch“, „ethno“ und „arte povera“ einzuordnen sind. Tief verwurzelt mit seiner Umgebung durchstreift der Künstler Wälder, Felder, wie auch Bachbette, um so die richtigen Materialien zu finden. Manche werden aus dem Wasser gezogen um noch in der Sonne zu trocknen oder zu bleichen, andere werden gleich zur Bearbeitung mitgenommen. Die Natur selbst bringt den Reichtum: Interessante hell-dunkel Effekte können am Holz durch Pilze entstehen, welche in der Trockenheit wieder abgestorben sind, Hölzer werden über Jahre hinweg von Wildwasser in Form geschliffen.Aber manchmal hilft Wallner bei den Fundstücken etwas nach, die Natur jedoch nicht aus dem Spiel lassend: Einfärbung indem die Stücke zum Beispiel in Mist oder Erde eingegraben werden. Auch werden alte, verwitterte Metallstücke zur Gestaltung hergenommen, manche dünn wie Pergament und vom Rost zerfressen. Mit all diesen Schätzen entstehen dann die Kunstwerke: Wandreliefs, Standobjekte und anderes. Gebunden gesteckt, verflochten: die Fundstücke werden zu einem Ganzen vereint, zu Gebilden, welche durch ihre „Armut“ faszinieren. Hängen die Reliefs an einer weißen Wand, so ergibt sich durch einfallen des Lichtes und der verschiedenen Abstände von Wand und Material ein interessantes Schattenspiel: Den starr erscheinenden Objekten wird Leben eingehaucht. |
"Medizinrad", Objektinstallation, Metall-Schwemmholz, 80 x 80, 2002 |
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